Dr. Med. Udo Becker
Balintgruppe Berlin

Balintgruppe in Berlin

Präsenz-Balintgruppe  in Kompakt-Samstagen mit je  10 anrechenbaren Einzelstunden (Unterrichtseinheiten, 10 UE) = 5 Doppelstunden (9:30 –  18:00 Uhr), sofern die Pandemie Lage es erlaubt, oder

Online-Balintgruppen per Zoom mit je 1 Doppelstunde (=2 UE) wöchentlich Montags 18:00-19:30 Uhr

Offen für Ärztinnen u. Ärzte aller Fachrichtungen; zum Erwerb psychosomatische Grundversorgung und für die Weiterbildung in Psychotherapie.

Keine Vorkenntnisse erforderlich! Einstieg jederzeit möglich!

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PREISE UND WEITERE HINWEISE

39,- Euro für 1 online-Balintgruppe mit 1 Doppelstunde = 2 Einzelstunden

195,- Euro für einen Präsenz-Kompakt-Samstag mit 5 Doppelstunden = 10 anrechenbare Einzelstunden.

Psychosomatische Grundversorgung:
für den Erwerb der Abrechnungsgenehmigung für psychosomatische Grundversorgung (Gesprächsziffern EBM 35100 / 35110) werden von der KV Berlin u.a. 15 Doppelstunden = 30 Stunden Balintgruppenarbeit
– verteilt über einen Zeitraum von mind. einem halben Jahr – gefordert (www.kvberlin.de).
Für die Facharztanerkennung in Gynäkologie u. Geburtshilfe, Allgemeinmedizin und hausärztlich tätiger Internist ist die Erlangung der psychosomatischen Grundversorgung obligat.

Psychotherapie Weiterbildung:
für die Psychotherapie Ausbildung werden von der ÄK Berlin u.a.
35 Doppelstunden Balintgruppenarbeit gefordert, außerhalb dienstlicher oder anderer Abhängigkeitsverhältnisse,
(www.aerztekammer-berlin.de).

Balintgruppen können i.d.R. sowohl für tiefenpsychologische / psychoanalytische als auch für verhaltenstherapeutische Weiterbildungen angerechnet werden (statt interaktionsbezogener Fallarbeit, IFA).

Die Balintgruppe ist anerkannt von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin (KV Berlin), sowie von der Ärztekammer Berlin, und ist mit je 12 CME Punkten pro Kompakt-Samstag zertifiziert.
Ich bin ausgebildeter u. anerkannter Balintgruppenleiter der Deutschen Balint-Gesellschaft (www.balintgesellschaft.de ).

Konzept der Balintgruppe

Michael Balint (1896-1970) war ein ungarischer Psychoanalytiker. Er emigrierte 1939 nach England.
Ab den 1950er Jahren etablierte er in London die sog. Balintgruppen. Es handelte sich um Gruppen für Allgemeinärzte, in denen sie Gelegenheit bekamen, ihre Arzt-Patienten-Beziehungen zu reflektieren.

Es geht nicht um eine inhaltliche Falldiskussion einer Behandlung (wie z.B. in Supervisions- oder Ausbildungsgruppen), sondern um die Beziehung des Arztes zu einem Patienten, den er als subjektiv „schwierig“ oder “belastend“ empfindet. Balint war überzeugt, dass unsere Haltung zu einem Patienten unsere diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen bewusst oder unbewusst beeinflusst.

Um hier wieder mehr Klarheit, Distanz oder Professionalität zu bekommen, kann ein Referent eine für ihn schwierige Patienten-Begegnung oder Beziehung kurz schildern. Die Gruppe darf dann frei ihre Gedanken, Assoziationen, Gefühle und Phantasien hierzu formulieren. Der Referent darf nicht mehr angesprochen oder gefragt werden, sodass er in keine Rechtfertigungs- oder Erklärungsnöte gerät. Er kann die Ideen und Phantasien der Gruppenmitglieder auf sich wirken lassen und wird am Ende der Gruppe mitteilen, was für ihn hilfreich war oder was nicht. Ziel ist es, neue Perspektiven zu gewinnen und mit evt. mehr Verständnis und / oder wiedergewonnener professioneller Distanz besser mit dem Patienten umgehen zu können.

„Alles kann, nichts muss“ sagte Balint. D.h. Sie können einen Fall, der Ihnen am Herzen liegt, vorstellen, müssen aber nicht….

Über Ihre Teilnahme freue ich mich !